Dienstag, 15. Januar 2019

Entscheidungen für das Ende des Lebens.

Es gibt Zeiten in deinem leben, da musst du für jemanden Entscheidungen treffen, weil du für diesen Menschen verantwortlich bist, aber letzte Wünsche sind zu erfüllen.


Die Palliativfachkraft fragte ob man sich über ein Hospiz erkundigt hätte.
-Nein das kommt nicht in Frage, hier wird niemand abgeschoben!

Es geht nicht ums abschieben, wir haben hier vor Ort eine Top Pflegestation. Wir könnten uns dort besser um ihren Lieben kümmern, sind Tag und Nacht erreichbar, da wir uns vor Ort abwechseln, immer ist ein Arzt in der Nähe. 
-Ja gut, wir besprechen das mit unserem Professor.

Der Professor war dagegen, sei doch viel schöner zu Hause zu bleiben (und zu sterben).

Seit Sonntag kann meine liebe Schwiegermutter keine Flasche mehr aufdrehen.
Seit Montag kann sie sich selbst nicht mehr im Bett hochdrücken.

Sie möchte jetzt bitte ins Hospiz.

Im Tod ist Sie so besorgt um ihre Lieben, dass ihr lieber Mann sich zusehr aufopfert, zuwenig schläft, da sie ihn wecken muss, wenn sie trinken, zur Toilette oder sich drehen möchte. Sie hat Angst vor dem Moment, wenn Sie es nicht mehr bis zur Toilette schafft. Das möchte Sie alles nicht ihren Lieben abverlangen.


Alle Gespräche sind geführt, alle wünsche für das danach geäußert.
Sie hat keine Angst vor dem Tod, nur vor dem was danach kommt.


Freitag, 11. Januar 2019

Ein lieber Mensch muss gehen

Sie hat jetzt zwei Jahre gegen den Krebs gekämpft.

Einmal war er komplett entfernt, so hieß es. Leider hatte das Biest am Magen, dass schon knapp einen Kilo wog, eine böse Schwester in der Leber. Im nachhinein sagte der MRT-Spezi das diese sogar schon vor der 1 OP sichtbar gewesen sei, aber Professor und MRT-Spezi haben sich innerhalb der Klinik nicht darüber unterhalten, dass kann der Konzern mit dem großen H nämlich nicht mit der Krankenkasse abrechnen.


Im November gab es eine neue Tablette, und ein neues Wort "irr-operabel" und so etwas wie mindestens fünf "Herden". Es gab "Astronautennahrung" als Pudding und Shake die Sie mal als Mahlzeit-Ersatz nehmen könne und vom Professor den Rat sich nicht unter kriegen zu lassen.


Am heiligen Abend war ihr Blutdruck kaum messbar, und sie beichtete uns das sie bereits seit 7 Tagen keine feste Nahrung mehr zu sich genommen hat, da Sie nichts behalten kann.

Seitdem sieht man Sie jeden Tag etwas mehr... verblassen wäre wohl das richtige Wort.



Am Samstag sagte Sie mir wie schrecklich es sei so hilflos zu sein, da alles so anstrengend ist, und auch wenn Sie jetzt geschoben wird und nicht mehr laufen muss, macht Sie damit ja so viele Umstände.

Am Sonntag erklärte Sie ihrer Tochter, dass Sie keine Angst hat. Weder jetzt, noch vor der Stunde die ihr bald schlägt.

Am Montag erklärte die palliativ Ärztin, dass es jetzt an der Zeit sei alle wichtigen Dinge zu klären die man auf Erden noch klären muss. Seit dem klebt ihr Ehemann Morphiumpflaster und Sie hat ein Pflegebett im Wohnzimmer bezogen.
Der erste Tag an dem meine bessere Hälfte mit mir gemeinsam weinen konnten, wir haben uns all die schlimmen Dinge gesagt die wir nicht mehr zusammen erleben werden, solange bis uns keine Luft mehr zum Atmen blieb aufgrund des Schmerzes. Vorher konnten wir immer sagen "das wird schon wieder", auch wenn wir selbst nicht daran glaubten.
Am Dienstag sagte Sie zu meiner besseren Hälfte, dass Sie gerne noch länger geblieben wäre um seine Kinder kennen zu lernen, die er mit mir haben wird.

Am Mittwoch erlaubte/riet der Professor dazu alle Krebsmedikamente abzusetzen, damit sie nicht mehr von ihnen geschwächt wird.

Am Donnerstag erhielt ich eine Geburtstagskarte die Sie unterschrieb mit "ich danke dir für alles".
-Geburtstag ist ausgefallen-

Heute: Seufze ich, da es bisher nichts neues gibt.



Jeden Morgen beginnt mein Tag erst, wenn mein lieber Schwiegervater sich meldet und sagt das alles gut ist.
Obwohl alle wissen, dass nichts Gut ist.

Wir warten auf den Tod und hoffen das er gnädig ist. 




Mittwoch, 30. Mai 2018

Sommer im Mai

In den Nachrichten kann man sehen, dass mitunter ganze Dörfer bis zu den Waden und höher im Wasser versinken. (Das Video in Wuppertal im Einkaufszentrum wo sich alle auf die Rolltreppen flüchten, da dachte ich zuerst "Was ist denn da schon wieder los in Amerika".)

Ich wünsche mir seit mind. 2 Wochen mal einen feinen Landregen, am besten Nachts, so 20 bis 30 Liter/m², denn bei uns in der Nachbargemeinde gibt es jetzt das Verbot Trinkwasser im Garten zu nutzen. (Das stört unseren Nachbarn so gar nicht, hat er doch am Wochenende Rasen gesät, der muss ja mal endlich anwachsen).

Wir haben vor 3 Wochen Rasen gesät. Und richtig, das hat den Samen so gar nicht interessiert, wenn er nicht von den Spatzen weg gefressen wurde, dann liegt er jetzt unter staub.

Jetzt muss man nur hoffen und bitten, dass es Regnet, und dann auch ganz bald wieder aufhört, damit es nicht der ganze Sommer im Mai sein pulver verschossen hat.

Achja.. 4 Kilo sind schon weg, dank Punkte zählen :-) so kann es weiter gehen.

Dienstag, 15. Mai 2018

Die ete ich auch! Diät 5000.0

WIR (dicke Elend und ich) machen seit Montag Diät.

Ja so richtig, (wenn man das schon bei 1,5 Tagen sagen kann) mit Punkte zählen in einer APP die man für Geld kaufen kann.

Bisher ist die Laune gut, mal sehen wie die Stimmung zum Wochenende hin beim Wiegetag bleibt.



Endlich zieht das dicke Elend mal mit, bisher war er immer der Meinung ich sollte mich brav an Diäten halten, und er würde im Zuge der geänderten Koch-Gewohnheiten schon genug abnehmen. Und wenn ich mir mal einen Bonbon genehmigt habe, dann hieß es immer nur "Meinst du das ist Diäkonform?", während das Elend krampfhaft versucht die Mc-Doof Tüte unbemerkt aus seinem Firmenwagen verschwinden zu lassen.

Freitag, 19. Januar 2018

Das Unglück von Anderen

Ich bin von mir selbst erschrocken!

Ich habe eben das Unglück von einem Bekannten innerlich bejubelt.
Ich habe sogar schauspielerisches Talent wie mir scheint, hat man mir die Bestürzung die ich gespielt habe wohl sehr gut abgenommen.

Meine Schwiegerfamilie scheint wohl doch stärker abzufärben.
Dort wird sich nur an Misserfolgen von anderen gelabt, Erfolge missgönnt und schlecht geredet.

Generell ist es soweit, dass mein Vater nicht mehr an Veranstaltungen, bei denen man sich in Gruppen an einen Tisch setzt, nicht mehr in seiner Nähe sitzen möchte. Da er die Mies-Macher-Stimmung nicht mehr erträgt. 


Wie arbeitet man denn an so einer Grundeinstellung?

Freitag, 22. September 2017

4,5 Kilo in 5 Tagen!

Und das ganz ohne Diät.

Das kann passieren wenn man sich einen Virus eingefangen hat der laut Doc schon 1/4 seiner Patienten haben. Toll da geht man einmal am Wochenende in der eigenen Stadt einkaufen und schon bekommt man etwas angehängt.

Meine elendere Hälfte liegt schön zu Hause und auch mein liebster Herr Vater liegt zu Hause.
Das Elend jammert vor sich hin, mein Vater erträgt alles schweigend.

Ich ertrage es arbeitend :-(



Würde ich noch bei dem Affen von der vorletzten Stelle arbeiten wäre ich mind. 2 Wochen krank gewesen! Aber hier habe ich einfach zu viel Verantwortungsgefühl. Dieses "Ohne mich läuft nichts" Gewissen.
 

Mittwoch, 6. September 2017

Scheiß auf Jura!

Wenn du eine Delonghi Perfecta haben kannst und zwar deine eigene!

Der Traum in rot, mit dem obligatorischen Ikea Becher. (Hier gerade ohne Milchschaumdüse, da gerade im Abwasch).

Der geneigte Leser erkennt vielleicht das Ferrari-Rot das ich mal in einem Post erwähnt habe.
Es handelt sich um den Vollautomaten aus dem Büro das ende letzten Jahres schließen musste (mein damaliger Traumjob).

 Mein ehemaliger Chef rief mich am Montag an ob ich nicht zum Kaffee vorbei kommen wollte nach vielem in Erinnerung schwelgen fragte ich Ihn nach dem verbleib des Ferraris.

"Steht im Keller, willst du ihn haben?"
Mir fehlen noch zwei volle Monatsgehälter, und der Insolvenzverwalter hat meinen Antrag abgeschmettert, mangels Masse.

-Ja natürlich ich vermisse die Maschine täglich!
Hatte bei Anschaffung nur 500 € gekostet, und ich wollte immer schon einen Vollautomaten... naürlich nur wegen dem Kaffeesatz für die Hortensien *hust*



Der liebe Gatte fragte zu Hause nur (da im original Karton verpackt) ob ich noch ganz bei Trost sei so ein teures Ding anzuschleppen, die Filtermaschine und die Tassimo würden ja mal völlig ausreichen. "Geschenkt" konnte ihn umstimmen, wobei er weiterhin Filterkaffeefan bleibt.

Braucht noch jemand eine gebrauchte Tassimo, mit etlichen Discs die bestimmt schon abgelaufen sind, weil keiner den Mist gesoffen hat?! :-) 

 



Bild:Meins, Küche: Meine, Tasse: Meine, Uralte Filtermaschine daneben: Mit Hauskauf vom Vorbesitzer übernommen, also Meine.